3. März 1972    Der Kanu-Club Jugenddorf Braunschweig (KCJ Braunschweig) wird im damaligen Jugenddorf für schwer erziehbare Jungen gegründet, um mit diesen unter pädagogischer Zielsetzung Kanu zu fahren. Gründungsvater ist Jugendleiter Klaus Mantzel.

1972-1977    In den ersten Jahren werden viele Boote selber gebaut. Fahrten finden in der Umgebung Braunschweigs, aber auch auf der Donau (im Ausland) statt. Der Verein ist sehr aktiv. Erste zahlreiche Versuche von der Stadt ein Grundstück für ein Bootshaus zu bekommen scheitern.

August 1977    Das alte Jugenddorf schließt seine Türen. Dafür wird an gleicher Stelle die Jugenddorf Christophorusschule gegründet. Der KCJ besteht weiter, viele Mitglieder verlassen aber das Jugenddorf und damit auch den Verein. Es folgt eine Phase geringer Aktivität. Wenige alte Vereinsboote liegen unter freiem Himmel auf dem Schulgelände und gammeln bis 1980 vor sich hin.

1980    Ein engagierter Lehrer der Christophorusschule, Hartmut Staats, entdeckt die Möglichkeiten der alten Boote. Er begründet mit Hilfe von Herrn Mantzel die erste Kanu-AG und beginnt Kanutouren mit Schülern zu unternehmen. Der KCJ beginnt sich wieder zu beleben. Schnell kommen neue Boote und Mitglieder in den Verein. Es beginnt die (erneute) Suche nach einem Bootshaus bzw. einer Lagermöglichkeit.

1981    Die Kanu-AG wird durch Schüler-Mitglieder fortgesetzt und besteht seit dem als kontinuierliches Angebot für Mitglieder und für interessierte Schüler der Christophorusschule. Zeitweise existieren bis zu 5 AG-Guppen mit unterschiedlichen Schwerpunkt-Zielsetzungen nebeneinander. Mehrere hundert Schüler machten so bis heute Bekanntschaft mit dem Kanusport, nur wenige davon entschlossen sich zur aktiven Mitgliedschaft im Verein.

1981-1983    Improvisiertes Bootslager in einem angemieteten Scheunen-Raum an der Oker in Stöckheim. Heute stehen dort Reihenhäuser.

1984-1986    Umzug mit dem Bootslager in den 1.Stock der Schürmannschen Mühle in Wolfenbüttel. Improvisiertes Boots-Lager mit Bootsrutsche hinunter zur Oker bis zum Beginn des Umbaus zur Musikakademie.

Sommer 1984    Erste Auslands-Ferienfreizeit seit der Wiederbelebung des Vereins in Schweden. Zahlreiche Sommer-Ferienfreizeiten folgen, teilweise gibt es bis zu 3 Großfahrten (länger als 10 Tage) pro Ferientermin. Fahrten führten KCJ-Mitglieder ins Ausland nach Schweden, Norwegen, Finnland, Island, Tschechien, Österreich, Schweiz, Slovenien, Italien und Frankreich sowie in Deutschland auf zahlreiche Großgewässer wie z.B. Elbe, Rhein, Donau, Havel.

1986    Es beginnt eine Zeit der problematischen Lagerung des angewachsenen Materialbestandes auf dem Schulgelände. Es kommt zu Paddeldiebstählen und unerlaubter Fremd-benutzung.

1986    Hartmut Staats verlässt die Christophorusschule und den Verein, aus dem er sich schon vorher langsam zurückgezogen hatte. Die Vereinsführung wird jetzt ganz von den Mitgliedern der ersten Schüler-Jahrgänge übernommen. Der KCJ hat mit Abstand den jüngsten Vereinsvorstand aller Braunschweiger Kanuvereine (ältestes Mitglied 21 Jahre) und auch die jüngste Mitgliederschaft.

September 1986    Auf Betreiben des Jugenddorfes wird aus dem Kanu-Club durch Satzungsänderung die CJD Braunschweig Sportge-meinschaft e.V. Der Kanu-Club bleibt als eigenständige Abteilung des Mehrspartenvereins bestehen.

Ostern 1987    Erste KCJ-Ferienfreizeit in Südfrankreich. Bis 2003 findet außer 1989 jedes Jahr zu Ostern eine Ferienfreizeit im Ausland statt (12 x Südfrankreich, aber auch Italien, Slovenien, Korsika, Sardinien). Seit 2004 finden aus Betreuermangel keine großen Ferienfreizeiten mehr statt. Trotzdem gibt es noch Treffen von Mitgliedern in Südfrankreich im Rahmen privater Reisen.

August 1987    Die erste Paddler-Times erscheint in einfachster Form.

Herbst 1987    Der Ruder-Club Normannia gewährt uns in seinem alten Ruderschuppen in Thune die Möglichkeit unsere Boote zu lagern.

September 1988    Pachtvertrag mit der Stadt Braunschweig über das Grund-stück in Thune (vorher im Besitz des Wasserwirtschaftsamtes).

Mai-Juni 1989    Errichtung eines provisorischen Holz-Bootshauses auf der Basis einer alten Baubaracke von einer Siemens-Großbaustelle in Thune. Die Planungen für ein neues Bootshaus laufen auf Hochtouren.

Oktober 1989    Eine Gruppe von 40 Skifahrern sagt sich unter der Leitung von Luitgar Lengenfleder vom Hochschulsport los und tritt geschlossen in die CJD Sportgemeinschaft ein. Damit konstituiert sich die Skiabteilung, die in den Folgejahren explosionsartig wachsen sollte (Stand 2012: ca. 1360 Mitglieder).

1991    Der KCJ bekommt in der Pausenhalle der Christophorusschule seinen ersten Schaukasten. Von diesem Zeitpunkt an zentraler Informationspunkt für alle Aktivitäten.

Februar 1991    Das letzte Gründungsmitglied des Vereins, Klaus Mantzel, verlässt den KCJ.

März 1991    Der erste Satz Polo-Boote findet seinen Weg nach Braunschweig und in den KCJ. Ursprünglich für die allgemeine AG-Verwendung vorgesehen, erwacht schon bald ein spezielles Interesse für Kanu-Polo. Die Polo-Zusammenarbeit mit dem Braunschweiger-Kanu-Club (BKC) wird begründet. Der Materialbestand wächst von Jahr zu Jahr.

November 1991    Auf der Suche nach einem Motiv für KCJ-Sportbekleidung überarbeitet Vereinsmitglied Jan Stautmeister einen älteren Entwurf, der zuvor in Abwandlung einer Kanu-Werbung für Siebdrucke im Kunstunterricht durch Inga Lorentz entstanden war. Daraus wird ein neues Vereinslogo: Zwei Elche in einem Canadier. Der hintere Elch wird schon bald „Lasse“ getauft und zum Vereinsmaskottchen erklärt.
    Das neue Logo wird ins Layout der Paddler-Times übernommen und für Vereinsbekleidung (T-Shirt/Sweatshirt) verwendet.

November 1992    Stefan Lattenstein wird auf dem Verbandsjugendtag des LKV Niedersachsen zum Landesjugendwart gewählt und übt dieses Amt bis zum November 1995 aus.

Juni 1993    Ein Traum wird wahr: Baubeginn zum ersten festen KCJ-Bootshaus. Die Mitglieder erbringen hohe Eigenleistungen.

Ostern 1994    Seekajaktour eine 12köpfigen KCJ-Gruppe entlang der Westküste Korsikas. Orkanausläufer zwingen die Gruppe an einer Steilküste an Land, wo sie drei Tage unter widrigsten Bedingungen ausharren muss.

Mai 1994    Einweihung des neuen Bootshauses.

Oktober 1994    Der KCJ feiert mit Torsten Arnholdt sein 50.Mitglied

Februar 1995    Stefan Lattenstein wird auf dem Bezirkstag zum
Bezirksjugendwart gewählt und übt dieses Amt bis zum Februar 2000 aus.

August 1996    Eine Jugendmannschaft nimmt an den Deutschen-Kanu-Polo-Meisterschaften in Duisburg teil und belegt den 11.Platz.

Oktober 1996    Nach Abschluss der Paddelsaison 1995-96 belegt der KCJ mit
16 Wanderfahrerabzeichen im Jugendbereich den 1.Platz in der  sportlichen Wanderfahrerwertung im Bezirk Braunschweig.

Sommer 1997    Der KCJ feiert das 25jährige Vereins-Bestehen mit einem großen Fest am Bootshaus in Thune.

April 1998    Eine 9-köpfige Fahrentengruppe umrundet den Nordwesten von Sardinien.

August 1998    Eine 6-köpfige Fahrtengruppe reist gemeinsam mit einem alten Hanomag-LKW mit Kanu-Dachgepäckträger nach Island.

Frühjahr 1999    Der KCJ eröffnet seine Homepage im Internet.

Saisonende 1999    Mitgliederbestand: 65 Mitglieder. Jahresaktivität: 6.608 Saisonkilometer.

April 2001        Eine 12köpfige Fahrtengruppe fährt nach Kroatien und paddelt  an der Küste in der dalmatinischen Inselwelt.

Sommer 2002    Durch den enormen Mitgliederzuwachs in der Skiabteilung der
CJD Braunschweig Sportgemeinschaft Überschreitet die  Mitgliederzahl die 1000er-Grenze. Ende des Jahres hat der
Hauptverein 1080 Mitglieder. Davon hat die Kanuabteilung ca.60 Mitglieder.

Oktober 2002    Auf dem Bootshaus-Grundstück in Thune werden aus
Sicherheitsgründen die großen Pappeln von der Stadt Braunschweig gefällt.

Januar 2004     Mirko Nels wird auf dem Verbandsjugendtag des LKV Niedersachsen zum Landesjugendwart gewählt und übt dieses Amt bis zum Februar 2009 aus. Auf dem gleichen Verbandstag wird Anne Seekamp zur LKV Jugenddelegierten gewählt und engagiert sich bis 2009 aktiv in vielen Gremien und Projekten der DKV-Kanu-Jugend.

November 2004    Mit einem großen Fondueessen wird die neue Boots- und Anhängerlagerhalle eingeweiht, welche zukünftig ausreichend Platz für unsere Kanuanhänger und die Großboote bietet. Damit ergibt sich gleichzeitig durch neue Bootslageregale eine höhere Lagerkapazität im alten Bootshaus.

März 2009        Mirko Nels erhält auf dem LKV-Verbandstag in Rinteln für seine
Verdienste als Landesjugendwart die Silberne Ehrennadel des LKV.

September 2010    Ein neuer Kanutrailer ersetzt den schon geraume Zeit vorher
ausgemusterten Transportanhänger des Mannschaftscanadiers. Das erlaubt einen schnellen flexiblen Einsatz des auf dem
Anhänger gelagerten Bootes. Bei Bedarf kann der Trailer auch zum Transport von langen Einer- oder Zweierkajaks genutzt
werden. Eine Transportkiste für Paddel und Zubehör steht zur Verfügung.

März 2011    Stefan Lattenstein erhält auf dem LKV-Verbandstag in Verden für seine Verdienste auf unterschiedlichen Ebenen des Kanusports die Silberne Ehrennadel des LKV.

Juni 2012    Der Kanu-Club feiert sein 40jähriges Bestehen mit einer großen Party am Bootshaus.